Tagesgeld für Firmen – Unterschiede zum privaten Sparen?

Im Privatkundenbereich gehört das Tagesgeldkonto mittlerweile zur Standard-Ausrüstung. Auf ihm werden nicht gebrauchte Beträge abgelegt, angespart und zudem noch verzinst. Wie aber sieht es auf der Geschäftskundenseite mit Tagesgeld aus? Wo kann hier gespart werden und welche Unterschiede gibt es zum privaten Tagesgeldkonto?

Foto: © istock.com/seb_ra
Foto: © istock.com/seb_ra

Wo Unternehmen sparen

Tatsächlich sind Tagesgeldkonten auch auf Unternehmensseite in den Portfolios vertreten. Allerdings kommt die Frage auf, ob eine Firma denn tatsächlich effektiv sparen kann. Tatsächlich legen Unternehmen vor allem kurz- bis mittelfristig verfügbares Geld an, um aus allen aktuell im Unternehmen befindlichen Reserven einen Spareffekt zu erzielen. Man denkt hier wesentlich wirtschaftlicher als im privaten Bereich, wo es hauptsächlich um das effektive Vermehren des Geldes inklusive geplanter weiterer Einzahlungen geht.

Bei Unternehmen dagegen sind bis auf Gewinnmargen keine regelmäßigen Ersparnisse vorgesehen; bei vielen Positionen handelt es sich schließlich um durchlaufende Posten. Vor allem große Firmen erzielen aber sehr hohe Beträge, bei denen jeder Tag zinstechnisch wertvoll ist. Tagesgeldkonten bieten die Möglichkeit, ebendiese Beträge zurückzulegen, bis sie wieder gebraucht werden. Und sie erlauben, diese auf Abruf wieder zurück zu buchen, wenn sie gebraucht werden.

Spezielle Angebote für Firmen

© istock.com/cigdemhizal
© istock.com/cigdemhizal

Wenn es das Ziel des Unternehmens ist, per Zins zu sparen, funktioniert das ausschließlich mit einem Parallelkonto. Normale Geschäftskonten beinhalten in der Regel keine Verzinsung des Guthabens. Allerdings müssen diese Firmen dann auf spezielle Produkte zurückgreifen. Während sich Freiberufler und Kleinunternehmer durchaus noch im privaten Bereich bewegen können – weil sie unter eigenem Namen als natürliche Person auftreten – müssen größere Unternehmen als juristische Person das Firmentagesgeld nehmen.

Sicher ist das in jedem Fall, denn mindestens 100.000 Euro sind durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Bei einer Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds erweitert sich der Schutz auf Beträge in Millionenhöhe. Der überwiegende Anteil der Unternehmen nutzt Tagesgeldkonten, meist parallel dazu kommen noch Festgeldkonten, Fonds und andere Anlagen zum Einsatz. Der Hauptvergleichspunkt bei der Wahl eines Tagesgeldkontos ist der Zinssatz, der aufgrund des allgemeinen Zins-Tiefs der EZB überall eher niedrig ist, außer gegebenenfalls im Ausland.

Tipp aus der Redaktion: Tagesgeld anlegen bei der niederländischen MoneYou mit einem der aktuell höchsten Zinssätze für Unternehmen und Privatkunden.