Runter vom Sofa – Erfolgreiche Bewerbungstipps für angehende Handwerker

Achtung: Wer das genau liest, kann sich viel Arbeit sparen!

Foto: E-Zubis.de

Warum?
Weil Bewerbungen immer dann besonders gut ankommen, wenn sie sehr persönlich gemacht sind. Und was ist am allerpersönlichsten?

Genau: ein Gespräch.
Deshalb gilt: Die beste Bewerbung ist ein Gespräch mit dem Chef. Und zwar noch vor der schriftlichen Bewerbung. Also:

1. ÜBERLEGEN,

welcher der 7 Ausbildungsberufe im E-Handwerk für Dich in Frage kommt.

2. SCHAUEN,

welche interessanten Betriebe in Deiner Reichweite diese Ausbildung anbieten. Infos dazu bekommst Du z. B. bei dem für Dich zuständigen Landesinnungsverband.

3. HINGEHEN!

Einfach ´mal zum Betrieb gehen (ohne Termin), anklopfen und fragen, ob der Chef da ist. Wenn er da ist und Zeit für Dich hat, perfekt! Sag ihm, dass Du Dich für eine Ausbildung interessierst und frag ihn, was Du machen musst, damit Du diese Ausbildung in seinem Betrieb bekommst. Meistens wirst Du dann ein Angebot für ein paar Schnuppertage im Betrieb bekommen. So lernst Du den Betrieb kennen, der Betrieb lernt Dich kennen. Wenn diese Tage gut laufen, ist die Bewerbung danach nur noch eine Formalie, der Ausbildungsplatz ist Dir so gut wie sicher.
Wenn Du keine Schnuppertage machen kannst, dann frag den Chef (oder diejenigen, die für Personalfragen verantwortlich sind), welche Bewerbungsunterlagen sie von Dir benötigen. Das hat den Vorteil, dass Dich der Betrieb dann eben bereits kennt und sich an Dich erinnern wird, wenn Deine Bewerbung kommt. Das verbessert Deine Chancen enorm!

4. BEWERBEN!

Wenn der persönliche Kontakt da ist, dann hat Deine schriftliche Bewerbung viel bessere Chancen. Die Leute im Betrieb erinnern sich an Dich, nehmen Deine Bewerbung dann positiver auf. Natürlich muss sie auch in diesem Fall absolut korrekt und sorgfältig erstellt sein. Unten findest Du ein Musteranschreiben, das Du für Deine Bewerbung verwenden kannst. Besser wäre es natürlich, wenn Du ein eigenes, sehr persönliches Anschreiben formulieren würdest.

MUSTERANSCHREIBEN FÜR DIE BEWERBUNG

Das Bewerbungsschreiben selbst ist im Prinzip ganz einfach, wenn es bestimmte Eckdaten enthält: Du musst Dich darin kurz vorstellen und beschreiben, warum Du ausgerechnet bei diesem Betrieb arbeiten möchtest und bei keinem anderen. Dazu kommt die Begründung für Deine Motivation: Warum willst Du gerade diesen Beruf lernen?

Was auf den ersten Blick recht kompliziert klingt, ist in Wirklichkeit ganz einfach. Zumindest dann, wenn man ein geeignetes Musteranschreiben hat.

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MUSTERLEBENSLAUF FÜR DIE BEWERBUNG

Das Anschreiben ist fertig? Dann geht´s nun an den Lebenslauf, denn auch der gehört zu einer guten, vollständigen Bewerbung. Auch hier gilt: Keine Angst – alles halb so wild. Wenn die entscheidenden Infos drin sind, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.
Welche die entscheidenden Infos sind, verraten wir hier:

Der Lebenslauf: Das gehört rein:

  • Vorname und Name
  • Geburtsdatum und –ort
  • Vorname und Name der Eltern, Berufe der Eltern
  • Anschrift und Telefonnummer (Achtung bei E-Mail-Adressen: Bitte hier nur „neutrale“ Adressen angeben. Auf keinen Fall sowas wie „KeksiEmoMonstaCore@gmx.de“
  • Schulbildung
  • (voraussichtlicher) Schulabschluss mit Angabe, wann Du den haben wirst
  • Berufserfahrung: z. B. ein Praktikum
  • Besondere Kenntnisse: z. B. PC-Kenntnisse wie Office-Anwendungen
  • Hobbys: Sport, Aktivitäten in Vereinen, etc.
  • Datum und Unterschrift: Der Lebenslauf muss aktuell sein und sollte dasselbe Datum haben wie das Anschreiben.

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CHECKLISTEN ZUR BEWERBUNG

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DAS FOTO

So bitte nicht!

Anschreiben und Lebenslauf sind fertig?
Dann ist Deine Arbeit für die erfolgreiche Bewerbung so gut wie erledigt!

Jetzt fehlt nur noch ein gutes Foto. Auch das ist keine Hexerei, aber wichtig. Denn ein gutes Foto macht einen guten ersten Eindruck und ist damit entscheidend für eine erfolgreiche Bewerbung.

Das Foto muss auf den Lebenslauf. Am besten einfach rechts oben in die Ecke kleben. Lass das Foto bitte unbedingt von einem professionellen Fotografen machen und sag ihm, dass Du das Foto für eine Bewerbung brauchst. Gute, nicht zu auffällige Kleidung, keine ausgeflippte Frisur. Den Rest macht der Fotograf!

Bitte auf keinen Fall einfach irgendein Foto auf die Bewerbung kleben! Urlaubs- oder Freizeitfotos haben auf einer Bewerbung nichts verloren. Sie zerstören den ersten Eindruck komplett.

5. VORSTELLUNGSGESPRÄCH

Du bist zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden? Glückwunsch, dann ist Deine Bewerbung sehr gut angekommen!
Der entscheidende Schritt zur Ausbildung kommt aber nun erst noch: Im Vorstellungsgespräch will sich der Betrieb einen möglichst genauen Eindruck von Dir machen. Deshalb ist wichtig, dass Du Dich gut vorbereitest und dass Du ein paar grundlegende Dinge beachtest.

Am allerwichtigsten: locker bleiben! Das Vorstellungsgespräch ist keine Gerichtsverhandlung. Sondern einfach ein Gespräch, bei dem man sich gegenseitig kennenlernen kann.

AM ALLERWICHTIGSTEN: LOCKER BLEIBEN!

Das Vorstellungsgespräch ist keine Gerichtsverhandlung. Sondern einfach ein Gespräch, bei dem man sich gegenseitig kennenlernen kann.

DIE RICHTIGEN ANTWORTEN

Dein neuer Chef wird natürlich wissen wollen, warum Du ausgerechnet diesen Beruf erlernen willst und warum ausgerechnet in seiner Firma. Antworten wie „Ähhh…?!“ oder „Weiß nicht…?!“ kommen an dieser Stelle gar nicht gut. Also: Überleg Dir zu Hause eine gute Antwort auf diese beiden Fragen. Ein Teil davon steht ja schon in Deiner Bewerbung. Den Rest findest Du bestimmt im Internet: Einfach ´mal auf die Homepage der Firma schauen und auch mit Deinen Eltern oder mit Freunden sprechen, die die Firma kennen. Dann fällt Dir sicher die richtige Antwort ein!
Wichtige Infos zur Firma sind: Spezialgebiet, Größe, Anzahl Mitarbeiter, wichtigste Kunden. Diese Infos solltest Du drauf haben, bevor´s ins Vorstellungsgespräch geht!
Übrigens: Nicht wundern, wenn der neue Chef auch was zu Deinen Hobbys wissen will oder was Du so in Deiner Freizeit machst. Auch da geht´s nicht um ein Verhör, sondern darum, dass Dich Dein neuer Boss besser kennenlernen will. Einfach locker bleiben und frei von der Leber weg erzählen!

GENERELL GILT: SEI DU SELBST!

Versuch bloß nicht, Dich im Vorstellungsgespräch zu verstellen. Das klappt garantiert nicht und führt nur dazu, dass Du verkrampft wirkst. Außerdem hilft das niemandem: Wenn der Betrieb Dich nicht so haben will, wie Du bist, dann werden beide Seiten auf Dauer nicht glücklich. Das bringt also nichts.
Beim Vorstellungsgespräch muss Dein neuer Chef vor allem schauen, ob die „Chemie“ zwischen Euch beiden stimmt und ob Du zum Betrieb passt oder nicht. Ist dies der Fall, sind die Details im Gespräch nicht so wahnsinnig ausschlaggebend.
Du solltest aber natürlich unbedingt pünktlich zum Vorstellungsgespräch kommen, denn Unpünktlichkeit ist zu dieser Gelegenheit eine Todsünde!

WAS ZIEHST DU AN?

Gute, saubere Kleidung, in der Du Dich gut fühlst. Also keine Löcher in der Hose, keine Schmutzflecken, saubere Schuhe. Das Outfit selbst solltest Du aber nicht übertreiben: Anzug und Krawatte oder kurzer Rock und hohe Schuhe sind bei einer Bewerbung um eine Ausbildung im E-Handwerk fehl am Platz. Das wirkt dann eher merkwürdig.

Wichtig ist: Du musst Dich in Deiner Haut und in Deiner Kleidung wohlfühlen, damit das Vorstellungsgespräch gut laufen kann.

WAS BRINGST DU MIT?

Mit leeren Händen ins Vorstellungsgespräch? Das machen viele. Aber Du bitte nicht! Denn die richtigen Unterlagen zeigen dem neuen Chef: Dieser Bewerber ist wirklich interessiert und gut organisiert. Das ergibt einen sehr guten ersten Eindruck und ist somit die beste Voraussetzung dafür, dass die Entscheidung für Dich fällt.

Hier eine kleine Checkliste der Dinge, die Du dabei haben solltest:

  • Stellenanzeige aus der Zeitung oder aus dem Internet
  • Ausdruck der Firmen-Homepage
  • Kopie Deiner Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse)
  • Stift und Block

SO VERMASSELST DU´S GARANTIERT!

  • Wenn Du stark nach Rauch oder Alkohol oder nach beidem riechst.
  • Wenn Du offensichtlich ungepflegt bist und mit schmutziger,
    zerrissener Kleidung kommst.
  • Wenn Du Dich null vorbereitest und nicht weißt, was der Betrieb
    eigentlich macht.
  • Wenn Du keine Motivation zeigst und auch nicht genau weißt, warum Du die Ausbildung überhaupt machen willst.

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Veröffentlicht von: ezu
am 13. Feb 2011 und wurde einsortiert unter:
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